Kennzeichen
Das kontrastreich gefärbte Männchen erkennt man am grauen, kastanienbraunen eingefassten Scheitel sowie am großen, schwarzen Kehllatz. Das Weibchen ist wesentlicher unscheinbarer, oberseits graubraun. Die weiblichen Haussperlinge zeigen keine besonderen Merkmale. Die Jungvögel ähneln den Weibchen, haben aber gelbe Schnabelwülste.

hausspatz


Verbreitung und Bestand
Ein sehr häufiger Brut- und Jahresvogel. Im Gefolge der Menschen hat der Vogel alle Kontinente erobert. In Europa ist nur Sardinien nicht besiedelt.( hier Weidensperling ) Ursprüngliche Heimat wohl Baumsavannen und halbwüstenartige Gegenden Westasiens. Seit ungefähr 1970 werden lokale und regionale Abnahmen registriet. Ursachen sind wohl bei Neubausiedlungen das fehlen von Nistmöglichkeit und die intensive landwirtschaftliche Nutzung. Stadt- und Dorfvogel. Kulturfolger.


Wanderungen
Jungvögel halten sich in einem Radius von ca. 10 Kilometern ihrer Geburtsstätte auf.


Nahrung
Vor allen Sämereien, hauptsächlich Getreide, ferner von Gräsern, Binsen, Miere und Gänsefuß. Beeren, Knospen und Abfällen. Insekten aller Art. Im Winter an Futterstellen zu finden, wo sie andere Vögel verjagen.


Verhalten
Tagaktiv. Sehr gesellig, Schlafplatzgesellschaften in dichten Hecken, Büschen und Bäumen. In den Städten an Rankgewächsen an den Häusern. Eigentlich überall wo sie Unterschlupf finden können. Nahrung wird auf dem Boden, auf Halmen oder in Bäumen und Büschen, meist in der Nähe von Deckung gesucht. Insekten werden auch im Flug nachgejagt. Ackerflächen werden bis zu einer Entfernung von 5 km aufgesucht. Trotz geringer Fluchtdistanz zum Menschen immer vorsichtig. Kolonienbildung zur Brutzeit.

Auch außerhalb der Brutzeit immer in Trupps oder Schwärmen . Gemeinsame Nahrungssuche, Staubbäder oder soziales Singen. Individuelle Plätze werden aber verteidigt.Vergesellschaftung im Winter mit Feldsperlingen. Nestplätze werden durch das Männchen verteidigt. Verfolgungsflüge und Gruppenbalz mehrer Männchen um ein Weibchen.


Fortpflanzung
Im ersten Jahr geschlechtsreif. Monogame Dauerehe. Nistplatztreue. Neststandorte meist Höhlen in Gebäuden, unter Dächern, Felswänden, alte Spechthöhlen und Nistkästen. Als Untermieter im Storchenhorsten. Aber auch in lärmenden Industriehallen und Straßenlaternen. Neuerdings auch in großen Supermärkten. Nester aus sehr viel unterschiedlichen Material, Stroh, Gras, aber auch Plastikteile. Nester werden auch als Schlafplätze benutzt. 4 -5 Eier sind die Regel. Legebeginn Mitte März. Die Eier sind variabel gefärbt, Grund weißlich bis bläulichweiß, sehr dicht dunkel bräunlich gefleckt. Mehrere Bruten möglich, nachgewiesen bis zu 4 Jahresbruten.