Wir mussten lernen, dass Nistkasten nicht gleich Nistkasten ist. Es sind ganz verschiedene Anleitungen und Tipps dazu im Netz zu finden. Nicht jeder Nistkasten ist für jede Vogelart geeignet. Im Winter haben wir bei unserer Futterstelle jeweils vor allem Meisen und Spatzen.

Deshalb haben wir beschlossen einen Nistkasten für Höhlenbrüter zu bauen. Zu den Höhlenbrütern gehören: Meise, Haussperling (Spatz), Feldsperling, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, usw.

Für unser Vogelhaus haben wir an folgenden Anleitungen orientiert:

 

Letztendlich haben wir die Anleitung von Vogel und Natur genommen. Wegen der Kamera mussten wir ein bisschen improvisieren. Wir haben den Nistkasten einfach ca. 12cm höher gebaut. Für die Kamera haben wir einen Zwischenboden mit einem grossen Loch in den Nistkasten eingebaut. So konnten wir den Wohnbereich und den Kamerabereich abtrennen. Weiter mussten wir die Masse anpassen, da das verwendete Holz nicht genau 20mm dick war.

Anleitung Vogelhaus selber bauen

 

Vorgehen:

  • Holz zuschneiden
  • Flugloch bohren
  • Zwischenboden ausschneiden
  • alles fein schleifen
  • Bemalen mit Wetterschutzfarbe (mehrmaliger Anstrich)
  • Zusammen nageln / schrauben
  • Kamera installieren
  • draussen montieren und verkabeln
  • Kamera testen

 

Material:

  • Fichtenholz (1,8mm dick), kein Leimholz verwenden
  • Schutzlack gegen Verwitterung (hier haben wir einen speziellen natürlichen Lack verwendet, der auch für Bienenhäuser empfohlen wird)
  • Nägel
  • Schrauben
  • WLAN/LAN Kamera

 

Werkzeug:

  • Bleistift, Winkel, Meter
  • Stichsäge
  • Schleifmaschine
  • Bormaschine mit Lochsäge
  • Staubsauger ! -> Ohne den würde unser Keller ziemlich schlimm aussehen
  • Pinsel
  • Hammer, Schraubenzieher

 

Zeit:

Tätigkeit Zeit
Holz zuschneiden und schleifen 2h
Lackieren 1h
Zusammenbauen und Kamera einbauen 2h
Montieren und Verkabeln 2h
Total 7h

Die Tätigkeiten ohne Zeitangaben haben wir noch vor uns. Die Tabelle wird später aktualisiert.

 

Was es sonst noch braucht? Viel Geduld und Zeit, vor allem wenn man das Gefühl hat man könne dies so einfach mit zwei Jungs mit 6 und 7 Jahren machen :-)

Damit die Daten der Kamera sowie die Berichte von jedermann abgerufen werden können, hat es einiges an Infrasturktur gebraucht.

Netzwerk Infrastruktur

 

Kamera

Als Kamera wird eine Instar LAN-Kamera eingesetzt. Die Erfahrungen mit Instar sind bis anhin aus anderen Bereichen sehr gut, deshalb haben wir uns wieder für ein solches Modell entschieden. Die WebCam hat einen Infrarotscheinwerfer, so dass auch im Dunkeln Bilder aufgezeichnet werden können.

Die Kamera kann Bewegungen erkennen und schickt bei jeder "motion detection" einige Bilder an den Server.

 

Powerline

Die Netzwerk-Verbindung zwischen Garten und Serverraum wurde über ein altes Zyxel-Powerline hergestellt. DAs WLAN hat sich nicht als stabil bewährt. Die Durchsatzrate ist zwar nicht berauschend, es reicht für die Bilder aber alle Mal.

 

Homeserver

Die Bilder von der Kamera werden direkt auf den Homeserver übertragen. Hier werden sie automatisch nach Tag geordnet. Im Moment werden die Bilder von Hand sortiert und die überflüssigen manuell gelöscht. Anschliessend werden die wichtigen Bilder auf die "mybird"-Seite übertragen. Die Übertragung erfolgt per FTP.

 

Webserver

Der Webserver ist beim Hoster hosteurope.ch eingemietet. Die Erfahrungen damit sind durchaus positiv. Der Support ist immer gewährleistet. In den letzten Jahren hatte ich nur wenige Minuten "down-time". Die Seite mybird selber wird mit einem CMS verwaltet.

 

Für detailliertere Auskünfte benutze doch das Kontaktformular.